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Einblasdämmung: Kosten, Materialien und Einsatzgebiete im Vergleich

Hohlräume in Außenwänden, unter dem Dach oder in der Geschossdecke lassen sich nachträglich dämmen, ohne dass Sie größere bauliche Veränderungen v...

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Einblasdämmung: Kosten, Materialien und Einsatzgebiete im Vergleich

Hohlräume in Außenwänden, unter dem Dach oder in der Geschossdecke lassen sich nachträglich dämmen, ohne dass Sie größere bauliche Veränderungen vornehmen müssen. Die Einblasdämmung bringt lose Dämmstoffe direkt in bestehende Hohlräume ein. Das macht sie zur kostengünstigsten Dämmmethode für viele Altbauten, weil der Aufwand im Vergleich zu Komplettsanierungen deutlich geringer ausfällt. Allerdings eignet sich das Verfahren nur dort, wo entsprechende Hohlräume vorhanden sind oder wo man sie schaffen kann. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Materialien verfügbar sind, was die Methode kostet und wo sie ihre Stärken hat. Eine detaillierte Übersicht zu den Eigenschaften aller Dämmstoffe erhalten Sie auf unserer separaten Ratgeberseite.


Was ist Einblasdämmung?

Bei der Einblasdämmung pumpen Handwerker lose Dämmstoffe durch kleine Bohrlöcher in vorhandene Hohlräume. Diese Hohlraumdämmung funktioniert überall dort, wo zwischen zwei Schalen oder Bauteilen ein Zwischenraum existiert. Die häufigsten Einsatzgebiete sind zweischaliges Mauerwerk mit Luftschicht, Dachschrägen zwischen den Sparren und nicht begehbare Dachböden. Anders als bei konventionellen Dämmplatten brauchen Sie keine großen Öffnungen oder Gerüste.

Das Verfahren arbeitet mit spezialisierten Einblasmaschinen, die den Dämmstoff unter Druck in die Hohlräume transportieren. Dabei verdichtet sich das Material so weit, dass es die verfügbaren Hohlräume vollständig ausfüllt. Die Bohrlöcher verschließen Handwerker nach dem Einblasen wieder fachgerecht, sodass sichtbare Veränderungen minimal bleiben.

Die Methode unterscheidet sich deutlich von der Kerndämmung, auch wenn beide Begriffe manchmal synonym verwendet werden. Kerndämmung bezeichnet speziell die Dämmung des Hohlraums in zweischaligem Mauerwerk. Einblasdämmung ist der Oberbegriff für alle Dämmverfahren, bei denen lose Materialien eingeblasen werden – egal ob in Wände, Dächer oder Decken. Beide Begriffe beschreiben also verwandte, aber nicht identische Anwendungen derselben Technik.

Fakten zu** Einblasdämmung **auf einen Blick

EigenschaftWert
Typische MaterialienZellulose, Glaswolle, EPS-Granulat, Mineralwolle
Kosten (Material + Einbau)25-65 EUR/m² (je nach Material und Hohlraum)
Geeignet fürZweischaliges Mauerwerk, Dachschrägen, Geschossdecken, Dachboden
Wärmeleitfähigkeit0,035-0,045 W/mK (materialabhängig)
Einbaudauer1-3 Tage für typisches Einfamilienhaus
BesonderheitNachträgliche Dämmung ohne große Bauveränderungen möglich

Materialien für Einblasdämmung

Zellulose

Zellulose besteht aus recyceltem Zeitungspapier, das mit Borsalz gegen Feuer und Schädlinge behandelt wurde. Mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,038-0,042 W/mK liegt das Material im mittleren Bereich. Der große Vorteil: Zellulose kann Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben, ohne dass die Dämmwirkung sofort zusammenbricht. Das macht sie besonders für Altbauten interessant, wo bauphysikalisch nicht immer alles perfekt ist.

Die Kosten für Zellulose-Einblasdämmung liegen bei 30-50 EUR pro m² inklusive Einbau. Das Material erreicht Brandschutzklasse B2 (normalentflammbar), was für die meisten Anwendungen im Dach ausreicht. Die Dämmwirkung bleibt über Jahrzehnte stabil, weil Zellulose nicht verrottet und sich bei fachgerechtem Einbau nicht setzt.

Für einen typischen Dachboden mit 80 m² Fläche zahlen Sie etwa 2.400-4.000 EUR komplett. Bei Dachdämmung brauchen Sie eine Dampfbremse, um Feuchtigkeitsprobleme zu vermeiden. Zellulose eignet sich besonders für Zwischensparrendämmung und Geschossdecken, weniger für die Kerndämmung in Außenwänden.

Glaswolle und Steinwolle

Mineralwolle als Einblasdämmung kommt in Form von kleinen Flocken zum Einsatz. Die Wärmeleitfähigkeit liegt bei 0,035-0,040 W/mK, wodurch Mineralwolle etwas besser dämmt als Zellulose. Dazu kommt der hervorragende Brandschutz: Glaswolle und Steinwolle sind nicht brennbar (Klasse A1). Das macht sie zur ersten Wahl überall dort, wo hohe Brandschutzanforderungen gelten.

Mineralwolle nimmt kaum Feuchtigkeit auf und bietet zusätzlich guten Schallschutz. Für zweischaliges Mauerwerk ist sie das am häufigsten verwendete Material, weil sie alle Anforderungen erfüllt und vergleichsweise günstig ist. Die Kosten liegen bei 25-45 EUR pro m² inklusive Einbau. Bei einem Einfamilienhaus mit 120 m² Außenwandfläche ergibt das 3.000-5.400 EUR Gesamtkosten.

Die Einblastechnik bei Mineralwolle erfordert etwas höheren Druck als bei Zellulose, damit sich die Flocken ausreichend verdichten. Mineralwolle eignet sich für praktisch alle Einsatzgebiete der Hohlraumdämmung – von der Kerndämmung über Geschossdecken bis zur Zwischensparrendämmung.

EPS-Granulat (Styropor-Kügelchen)

EPS-Granulat sind kleine Kügelchen aus expandiertem Polystyrol, umgangssprachlich als Styropor bekannt. Die Wärmeleitfähigkeit von 0,035-0,038 W/mK überzeugt, und das Material ist absolut feuchtigkeitsresistent. Anders als Zellulose oder Mineralwolle nimmt EPS kein Wasser auf. Das macht es zur besten Option für Bereiche mit erhöhter Feuchtebelastung. Wenn Sie Lösungen für die Dämmung eines Untergrundes benötigen, erhalten Sie detaillierte Informationen in unserem separaten Ratgeber.

EPS-Kügelchen kosten etwa 35-55 EUR pro m² mit Einbau. Der Preis liegt etwas über Mineralwolle, dafür gibt es keine Probleme mit Feuchtigkeit. Im Keller oder bei zweischaligem Mauerwerk mit unklarem Feuchtigkeitsverhalten bietet EPS-Granulat mehr Sicherheit als andere Dämmstoffe. Die Brandschutzklasse liegt bei B1 (schwer entflammbar).

Ein Nachteil: EPS-Granulat setzt sich mit der Zeit stärker als andere Materialien, besonders in vertikalen Hohlräumen. Bei horizontalen Anwendungen wie Geschossdecken bleibt die Dämmwirkung dauerhaft stabil. Für die Kerndämmung in Außenwänden eignet sich EPS-Granulat besonders dann, wenn Sie Zweifel an der Schlagregendichtigkeit der Außenschale haben.


Einsatzgebiete von Einblasdämmung

Zweischaliges Mauerwerk (Kerndämmung)

Die klassische Anwendung der Einblasdämmung ist die nachträgliche Kerndämmung bei zweischaligem Mauerwerk. Viele Häuser aus den 1960er bis 1990er Jahren haben eine Außenwand aus zwei Mauerschalen mit einem 3-8 cm breiten Luftspalt dazwischen. Dieser Hohlraum lässt sich mit Einblasdämmung nachträglich füllen, ohne dass Sie die Fassade komplett erneuern müssen. Das spart enorm im Vergleich zu einem Wärmedämmverbundsystem. In unserem separaten Ratgeber erhalten Sie zu den Methoden für Fassadendämmung weitere Informationen.

Handwerker bohren von außen kleine Löcher in die Fassade, blasen den Dämmstoff ein und verschließen die Öffnungen wieder. Die Arbeiten dauern in der Regel nur 1-2 Tage. Die Kosten liegen bei 25-45 EUR pro m² – deutlich günstiger als andere Fassadendämmung-Methoden. Allerdings müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein: Der Hohlraum muss durchgängig und frei von Schutt sein. Außerdem sollte die Außenschale schlagregendicht sein, damit keine Feuchtigkeit in die Dämmung gelangt.

Nicht jedes Haus eignet sich für die Kerndämmung. Bei einschaligem Mauerwerk ohne Hohlraum funktioniert das Verfahren nicht. Dann bleiben nur Innendämmung oder Außendämmung als Alternativen. Auch bei stark durchfeuchteten Außenwänden raten Experten von der Einblasdämmung ab, weil die Dämmung dann keine ausreichende Wirkung entfaltet. Eine Voruntersuchung durch einen Fachbetrieb klärt, ob Ihr Mauerwerk geeignet ist.

Dachboden und Geschossdecke

Auf nicht genutzten Dachböden ist die Einblasdämmung der Geschossdecke oft die wirtschaftlichste Dämmlösung. Die Dämmstoffe werden zwischen den Balken der obersten Geschossdecke eingeblasen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist hier besonders gut, weil große Flächen schnell bearbeitet werden können. Für einen 80 m² Dachboden zahlen Sie 2.000-3.500 EUR inklusive Material und Einbau.

Die Dämmdicke richtet sich nach den Balkenabständen und -höhen. In der Regel sind 20-30 cm Dämmstoff möglich, um einen U-Wert von 0,24 W/(m²K) zu erreichen. Dieser Wert erfüllt die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes für Altbausanierungen. Wenn Sie den Dachboden später begehbar haben wollen, können Handwerker nach dem Einblasen Holzplatten auf den Balken verlegen.

Zellulose und Mineralwolle eignen sich beide gut für diese Anwendung. Die Dämmung der Geschossdecke ist oft der erste Schritt bei einer energetischen Sanierung, weil sie schnell umzusetzen ist und sofort Heizkosten spart. Über das ungedämmte Dach gehen etwa 15-20% der Heizwärme verloren.

Dachschrägen (Zwischensparrendämmung)

Bei bewohnten Dachgeschossen kommt die Einblasdämmung zwischen den Sparren zum Einsatz. Das funktioniert allerdings nur, wenn der Hohlraum von außen oder innen zugänglich ist. In der Regel bringen Handwerker dafür eine Dampfbremse von innen an, öffnen an mehreren Stellen den Hohlraum zwischen den Sparren und blasen den Dämmstoff ein. Die Öffnungen werden anschließend wieder luftdicht verschlossen und mit Gipskartonplatten verkleidet.

Die Kosten liegen bei 40-65 EUR pro m², weil der Aufwand höher ist als bei der einfachen Geschossdeckendämmung. Dafür erhalten Sie ein vollständig gedämmtes und bewohnbares Dachgeschoss. Das Material der Wahl ist hier meist Zellulose, weil sie sich gut in verwinkelte Sparrenzwischenräume einblasen lässt und feuchtigkeitsregulierende Eigenschaften hat. Mineralwolle funktioniert ebenfalls, braucht aber höheren Einblasdruck.

Bei der Zwischensparrendämmung müssen Sie auf lückenlose Ausführung achten. Wärmebrücken an den Sparren lassen sich durch diese Methode nicht vermeiden, weil das Holz selbst weniger gut dämmt als der Dämmstoff. Eine Aufdachdämmung wäre bauphysikalisch besser, kostet aber das Dreibis Vierfache. Die Einblasdämmung ist daher ein guter Kompromiss für Altbauten, wo eine Komplettsanierung des Dachs nicht im Budget liegt.


Vor- und Nachteile von Einblasdämmung

Die Einblasdämmung überzeugt vor allem durch ihre Wirtschaftlichkeit und den geringen baulichen Aufwand. Sie zahlen 25-65 EUR pro m² – deutlich weniger als für Dämmplatten mit kompletter Neuverkleidung. Die Arbeiten sind in 1-3 Tagen abgeschlossen, und die Wohnräume bleiben weitgehend unberührt. Besonders im Altbau, wo andere Dämmmethoden oft unverhältnismäßig teuer sind, zeigt die Hohlraumdämmung ihre Stärken. Sie erreichen U-Werte um 0,24-0,30 W/(m²K), was den GEG-Standard erfüllt und die Heizkosten spürbar senkt.

Ein weiterer Vorteil: Die Methode funktioniert auch bei schwer zugänglichen Bauteilen. Verwinkelte Hohlräume im Dach oder unregelmäßige Zwischenräume in alten Konstruktionen lassen sich mit losen Dämmstoffen oft besser füllen als mit starren Platten. Außerdem bleibt die optische Erscheinung des Hauses erhalten. Bei denkmalgeschützten Gebäuden oder wenn Sie die Fassadenoptik nicht verändern wollen, ist die Kerndämmung manchmal die einzige genehmigte Dämmlösung.

Allerdings hat die Einblasdämmung auch Nachteile. Sie setzt vorhandene Hohlräume voraus – wo keine Zwischenräume existieren, funktioniert die Methode nicht. Die Qualität hängt stark von der fachgerechten Ausführung ab. Unzureichend verdichteter Dämmstoff setzt sich mit der Zeit und verliert seine Wirkung. Bei Mineralwolle und Zellulose spielt das weniger eine Rolle, bei EPS-Granulat ist die Setzung aber ein bekanntes Problem in vertikalen Hohlräumen. Eine thermografische Kontrolle nach dem Einbau kostet zusätzlich 300-500 EUR, deckt aber Mängel rechtzeitig auf.

Die Dämmwirkung liegt generell unter dem, was eine Aufdachdämmung oder ein hochwertiges WDVS erreichen. Mit Lambda-Werten von 0,035-0,045 W/mK brauchen Sie mehr Dicke als bei modernen Dämmstoffen wie Polyurethan (0,024 W/mK). In schmalen Hohlräumen von nur 4-6 cm erreichen Sie deshalb keine Spitzenwerte. Für die meisten Altbausanierungen reicht die Dämmleistung trotzdem aus, weil die Alternative oft gar keine Dämmung wäre. Wer Passivhaus-Standard erreichen will, muss zu anderen Verfahren greifen.


Kosten und Förderung für Einblasdämmung

Die Kosten pro Quadratmeter hängen hauptsächlich vom Material und vom Einsatzgebiet ab. Für die Kerndämmung in zweischaligem Mauerwerk zahlen Sie 25-45 EUR/m² komplett. Bei einem Einfamilienhaus mit 120 m² Außenwandfläche ergibt das 3.000-5.400 EUR Gesamtkosten. Die Geschossdeckendämmung auf dem Dachboden ist mit 20-35 EUR/m² noch günstiger, während die Zwischensparrendämmung mit 40-65 EUR/m² teurer ausfällt, weil der Einbauaufwand höher ist.

Im Detail setzen sich die Kosten so zusammen: Material kostet 10-25 EUR/m², abhängig vom Dämmstoff und der benötigten Dicke. Die Einblasarbeiten schlagen mit 15-40 EUR/m² zu Buche. Dazu kommen Anfahrt, Gerüst bei Fassadenarbeiten und eventuell eine thermografische Kontrolle. Bei größeren Flächen sinkt der Preis pro Quadratmeter, weil die Fixkosten auf mehr Fläche verteilt werden. Ein 200 m² Projekt ist pro m² oft 20-30 % günstiger als ein 50 m² Projekt.

Für ein typisches Einfamilienhaus mit Kerndämmung (120 m² Fassade) plus Geschossdeckendämmung (80 m² Dachboden) rechnen Sie mit 5.000-8.000 EUR Gesamtkosten. Im Vergleich dazu kostet eine komplette Fassadendämmung mit WDVS 120-200 EUR/m², also 14.400-24.000 EUR für dieselbe Fläche. Die Einsparung liegt bei 60-70 %, allerdings erreichen Sie auch nur etwa 70-80 % der Dämmwirkung eines WDVS. Für viele Altbauten ist das trotzdem die wirtschaftlich sinnvollste Option. Detaillierte Kostenkalkulationen zu Dämmvorhaben stellen wir in unserem separaten Ratgeber zur Verfügung.

Die Förderung durch die BAFA unterstützt Einblasdämmung mit 15-20 % Zuschuss auf die förderfähigen Kosten, wenn Sie einen U-Wert von mindestens 0,24 W/(m²K) erreichen. Bei 6.000 EUR Investition erhalten Sie also 900-1.200 EUR zurück. Die Amortisationszeit liegt je nach Heizkosten bei 10-15 Jahren. Danach sparen Sie Jahr für Jahr Heizkosten. In einem durchschnittlichen Einfamilienhaus senkt eine vollständige Einblasdämmung die Heizkosten um 15-25 %, was bei 2.000 EUR Jahreskosten etwa 300-500 EUR Einsparung bedeutet.


Einblasdämmung im Vergleich mit Alternativen

Im Vergleich zu Dämmplatten liegt der große Vorteil der Einblasdämmung in der schnellen Umsetzung und den niedrigen Kosten. Dämmplatten kosten mit Montage 80-150 EUR/m², brauchen aber meist eine komplette Neuverkleidung der Fassade oder des Dachs. Das erhöht den Aufwand erheblich. Bei der Kerndämmung bohren Handwerker nur kleine Löcher, blasen den Dämmstoff ein und verschließen alles wieder. Der Unterschied in der Eingriffstiefe ist enorm.

Allerdings erreichen Dämmplatten höhere Dämmwerte bei gleicher Dicke. PUR-Dämmplatten mit Lambda 0,024 W/mK brauchen nur 12 cm für einen U-Wert von 0,24 W/(m²K), während Einblasdämmung mit Lambda 0,040 W/mK etwa 20 cm benötigt. In Bestandsbauten mit schmalen Hohlräumen von nur 5-8 cm stoßen Sie mit Einblasdämmung an Grenzen. Dann erreichen Sie U-Werte von 0,35-0,45 W/(m²K) – besser als gar keine Dämmung, aber kein Spitzenwert. Für echte Niedrigenergiehäuser reicht das nicht aus.

Die Hohlraumdämmung konkurriert auch mit Innendämmung. Wenn Sie kein zweischaliges Mauerwerk haben, ist Innendämmung oft die Alternative zur teuren Außendämmung. Die Kosten liegen mit 60-100 EUR/m² ähnlich wie bei Außendämmplatten, dafür müssen Sie aber Wohnfläche opfern und bauphysikalische Feinheiten beachten. Die Einblasdämmung ist nur dort eine Option, wo Hohlräume existieren. Bei massivem einschaligem Mauerwerk funktioniert sie nicht – dann bleiben nur Innenoder Außendämmung.

Ein Beispiel verdeutlicht den Vergleich: Bei einem Altbau mit zweischaligem Mauerwerk kostet die Kerndämmung 3.500 EUR für 120 m² Fassade. Eine komplette WDVS-Außendämmung würde 18.000 EUR kosten, eine Innendämmung etwa 8.000 EUR. Die Energieeinsparung liegt bei der Einblasdämmung zwar etwas niedriger, aber die Amortisation ist trotzdem am schnellsten. Bei einem Haus ohne Hohlräume bleibt dagegen nur die Innendämmung als bezahlbare Dämmlösung, da WDVS den Budgetrahmen sprengt.

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Häufige Fragen zu Einblasdämmung

Welche Nachteile hat eine Einblasdämmung?

Die Einblasdämmung funktioniert nur dort, wo Hohlräume vorhanden sind oder geschaffen werden können. Bei einschaligem Mauerwerk ohne Zwischenraum ist die Methode nicht anwendbar. Außerdem setzt sich EPS-Granulat in vertikalen Hohlräumen stärker als andere Materialien, was die Dämmwirkung langfristig reduzieren kann. Die Qualität hängt stark von der fachgerechten Ausführung ab. Schlecht verdichteter Dämmstoff verliert seine Wirkung, deshalb sollten Sie nur zertifizierte Fachbetriebe beauftragen und eine thermografische Kontrolle durchführen lassen.

Was kostet Einblasdämmung pro m²?

Die Kosten liegen je nach Einsatzgebiet und Material zwischen 20 und 65 EUR pro m². Geschossdeckendämmung auf dem Dachboden ist mit 20-35 EUR/m² am günstigsten. Die Kerndämmung in zweischaligem Mauerwerk kostet 25-45 EUR/m², während die Zwischensparrendämmung im Dach mit 40-65 EUR/m² am teuersten ist. Größere Flächen senken den Preis pro Quadratmeter, weil Fixkosten wie Anfahrt und Maschinenbereitstellung auf mehr Fläche verteilt werden.

Wie lange hält eine Einblasdämmung?

Bei fachgerechter Ausführung hält Einblasdämmung 40-50 Jahre oder länger. Zellulose und Mineralwolle setzen sich kaum, wenn sie ausreichend verdichtet eingeblasen wurden. EPS-Granulat kann in vertikalen Hohlräumen nach 15-20 Jahren leichte Setzungen zeigen, was die Dämmwirkung minimal reduziert. Die Materialien selbst verrotten nicht und bleiben stabil. Feuchteschäden entstehen nur, wenn Wasser von außen eindringt – deshalb ist die Schlagregendichtigkeit der Fassade vor der Dämmung zu prüfen.

Was versteht man unter Kerndämmung?

Kerndämmung bezeichnet die nachträgliche Dämmung des Hohlraums in zweischaligem Mauerwerk. Diese Bauweise war in Deutschland vor allem von 1960 bis 1990 verbreitet. Zwischen der tragenden Innenschale und der wettergeschützten Außenschale befindet sich ein 3-8 cm breiter Luftspalt. Dieser Kern lässt sich mit Einblasdämmung füllen, ohne dass die Fassade abgerissen werden muss. Die Methode ist besonders wirtschaftlich, weil sie 60-70 % günstiger ist als eine komplette Fassadenerneuerung mit WDVS.

Welches Material ist die beste Einblasdämmung?

Die Wahl hängt vom Einsatzgebiet ab. Für zweischaliges Mauerwerk eignet sich Mineralwolle am besten, weil sie nicht brennbar ist und günstig bleibt. Zellulose ist die erste Wahl für Dachböden und Geschossdecken, da sie feuchtigkeitsregulierend wirkt und sich gut in verwinkelte Räume einblasen lässt. EPS-Granulat kommt überall dort zum Einsatz, wo Feuchtebelastung ein Thema ist, etwa bei unsicherer Schlagregendichtigkeit der Fassade. Alle drei Materialien erfüllen die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes und erreichen ähnliche Dämmwerte.

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