Dämmung Kosten: Was kostet eine Wärmedämmung wirklich?
Ein durchschnittliches Einfamilienhaus verliert pro Jahr bis zu 6.000 Euro durch ungedämmte Außenwände. Eine fachgerecht ausgeführte Wärmedämmung s...
Beratung anfragenDämmung Kosten: Was kostet eine Wärmedämmung wirklich?
Ein durchschnittliches Einfamilienhaus verliert pro Jahr bis zu 6.000 Euro durch ungedämmte Außenwände. Eine fachgerecht ausgeführte Wärmedämmung senkt den Energieverbrauch um 40 bis 60 Prozent und steigert gleichzeitig den Wohnkomfort spürbar. Die Kosten variieren jedoch erheblich: Von 50 EUR/m² für einfache Einblasdämmung bis zu 150 EUR/m² für hochwertige Vakuumdämmung reicht die Preisspanne. Auf dieser Seite finden Sie einen vollständigen Überblick über Materialkosten, Einbaupreise und realistische Amortisationszeiten für alle gängigen Dämmverfahren. Wenn Sie mehr Informationen zu Dämmmaterialien von EPS bis Vakuumdämmung im Vergleich erfahren möchten, lesen Sie unseren separaten Ratgeber.
Dämmung im Überblick: Die wichtigsten Kostenspannen
Die Kosten für eine Hausdämmung setzen sich aus drei Komponenten zusammen: Material, Arbeitslohn und zusätzliche Maßnahmen wie Gerüstbau oder neue Oberfläche. Bei einer typischen Fassadendämmung mit WDVS macht das Material etwa 30 Prozent der Gesamtkosten aus, während Handwerkerleistungen und Nebenkosten die restlichen 70 Prozent ausmachen. Welches Dämmmaterial für Ihr Haus am besten geeignet ist, hängt von Bauweise, verfügbarem Platz und Budget ab. Die folgende Übersicht zeigt Ihnen auf einen Blick, womit Sie rechnen müssen.
| Dämmstoff | Lambda (W/mK) | Dicke (cm)* | Material (EUR/m²) | Einbau (EUR/m²) | Gesamt (EUR/m²) | Geeignet für |
|---|---|---|---|---|---|---|
| EPS (Styropor) | 0,032-0,040 | 14-16 | 8-15 | 50-80 | 60-95 | Fassade, Neubau, preisorientierte Projekte |
| Mineralwolle | 0,035-0,040 | 14-16 | 12-25 | 60-90 | 75-115 | Fassade, Dach, Brandschutz-Anforderungen |
| Holzfaser | 0,038-0,045 | 16-18 | 25-45 | 65-95 | 95-140 | Fassade, Altbau, ökologisch orientierte Bauherren |
| PU-Hartschaum | 0,024-0,028 | 10-12 | 30-50 | 55-85 | 90-135 | Dach, Keller, begrenzte Aufbauhöhe |
| Einblasdämmung | 0,035-0,045 | variabel | 15-30 | 20-35 | 40-65 | Zweischalige Wände, Hohlräume, Dachboden |
| Vakuumdämmung | 0,004-0,007 | 3-5 | 80-120 | 40-70 | 120-190 | Platzbegrenzung, Denkmalschutz, Premium-Sanierung |
| *bei U-Wert 0,24 W/(m²K) – GEG-Mindeststandard für Außendämmung |
Die Tabelle zeigt deutlich: Günstige Dämmstoffe wie EPS oder Einblasdämmung sind bei großzügigem Platzangebot wirtschaftlich sinnvoll. Vakuumdämmung erscheint zunächst teurer, rechnet sich jedoch bei beengten Verhältnissen durch deutlich geringere Dicke und damit mehr nutzbare Wohnfläche.
Kosten nach Material: Der große Materialvergleich
EPS (Expandiertes Polystyrol)
EPS-Dämmplatten sind mit 8 bis 15 EUR/m² Material die günstigste WDVS-Option. Der Einbau kostet zusätzlich 50 bis 80 EUR/m², weil das Wärmedämmverbundsystem Klebemörtel, Dübel, Armierungsgewebe und Oberputz umfasst. Bei 150 m² Fassadenfläche entstehen Materialkosten von nur 1.200 bis 2.250 EUR. Die Gesamtkosten inklusive aller Arbeiten liegen bei 9.000 bis 14.250 EUR.
Der wichtigste Vorteil von EPS liegt in seiner weiten Verfügbarkeit und unkomplizierten Verarbeitung. Handwerksbetriebe kennen das System, deshalb sind die Arbeitslöhne moderat. Nachteile zeigen sich beim Schallschutz, da EPS kaum Luftschall dämmt. Die Ökobilanz ist verbesserungswürdig, weil EPS aus Erdöl hergestellt wird. Für preisbewusste Bauherren ohne besondere Anforderungen bleibt EPS trotzdem die Standardlösung.
Mineralwolle (Steinwolle und Glaswolle)
Mineralwolle kostet 12 bis 25 EUR/m² Material, abhängig von Rohdichte und Dämmstärke. Steinwolle liegt am oberen Ende der Preisspanne, bietet dafür aber besseren Schallschutz als Glaswolle. Der Einbau schlägt mit 60 bis 90 EUR/m² zu Buche, weil Mineralwolle sorgfältig zugeschnitten werden muss und bei unsachgemäßer Verarbeitung an Dämmwirkung verliert.
Der entscheidende Vorteil ist der hervorragende Brandschutz. Mineralwolle erfüllt die Brandschutzklasse A1 (nicht brennbar) und wird deshalb besonders häufig bei Dachdämmungen eingesetzt, wo strengere Vorgaben gelten. Die Lebensdauer von über 50 Jahren kompensiert die höheren Anschaffungskosten. Bei einem 150 m² Dach fallen etwa 13.500 bis 17.250 EUR Gesamtkosten an.
Holzfaserdämmung
Holzfaserdämmplatten kosten zwischen 25 und 45 EUR pro Quadratmeter Material und liegen damit im Premiumsegment der Dämmstoffe. Die Verarbeitung schlägt mit 65 bis 95 EUR/m² zu Buche, weil die Platten schwerer sind als EPS und deshalb mehr Dübelbefestigungen benötigen. Bei 150 m² Fassade entstehen Gesamtkosten von 13.500 bis 21.000 EUR.
Warum zahlen Bauherren trotzdem gern mehr? Holzfaser punktet mit exzellentem sommerlichen Wärmeschutz, da die hohe Rohdichte Wärme länger speichert. An heißen Tagen heizt sich das Haus deutlich langsamer auf. Zusätzlich ist Holzfaser diffusionsoffen und verbessert das Raumklima. Im Altbau schätzen Sanierer diese Eigenschaften besonders. Die CO2-Bilanz ist hervorragend, weil im Holz gebundener Kohlenstoff dauerhaft gespeichert wird.
PU-Hartschaum (Polyurethan)
Polyurethan-Dämmplatten erreichen mit Lambda 0,024 bis 0,028 W/mK die besten Dämmwerte unter den konventionellen Materialien. Bereits 10 bis 12 cm Dicke reichen für den GEG-Standard aus, während EPS mindestens 14 cm benötigt. Das Material kostet 30 bis 50 EUR/m², der Einbau weitere 55 bis 85 EUR/m². Insgesamt müssen Sie mit 90 bis 135 EUR/m² rechnen.
Der entscheidende Vorteil zeigt sich bei begrenzter Aufbauhöhe. An Dachgauben spart jeder Zentimeter wertvollen Raum. Bei Kellerdeckendämmung bleibt die Durchgangshöhe erhalten. Bei Innendämmung geht weniger Wohnfläche verloren. Wenn Sie nachträglich dämmen und keine 15 cm Aufbauhöhe opfern möchten, ist PU-Hartschaum oft wirtschaftlicher als dickere Alternativen – trotz höherer Materialkosten pro Quadratmeter.
Einblasdämmung
Einblasdämmung ist mit 40 bis 65 EUR/m² Gesamtkosten die preiswerteste Methode für zweischalige Wände und bestehende Hohlräume. Das Material – meist Zellulose aus Altpapier, Mineralwolle-Flocken oder EPS-Granulat – kostet 15 bis 30 EUR/m². Der Einbau durch Fachbetriebe schlägt mit nur 20 bis 35 EUR/m² zu Buche, weil keine aufwendigen Fassadenarbeiten nötig sind.
Ein typisches Einfamilienhaus mit 120 m² zweischaliger Fassade lässt sich für 4.800 bis 7.800 EUR komplett dämmen. Der Einbau dauert oft nur einen Tag. Die Heizkosten sinken um 25 bis 35 Prozent, die Amortisationszeit liegt bei 8 bis 12 Jahren. Die Methode funktioniert jedoch nur bei geeigneter Bauweise. Wenn Ihr Haus massives Mauerwerk ohne Hohlschicht hat, kommt Einblasdämmung nicht infrage.
Vakuumdämmung (VIP)
Vakuumdämmung erreicht mit Lambda-Werten von 0,004 bis 0,007 W/mK die niedrigsten Werte aller verfügbaren Dämmstoffe. Eine 3 cm dicke VIP-Platte ersetzt 14 cm EPS bei gleicher Dämmwirkung. Das Material kostet 80 bis 120 EUR pro Quadratmeter, der Einbau weitere 40 bis 70 EUR/m². Mit Gesamtkosten von 120 bis 190 EUR/m² ist Vakuumdämmung die teuerste Option in dieser Übersicht.
Wann rechnet sich diese Investition? Überall dort, wo Platz den entscheidenden Engpass darstellt. In denkmalgeschützten Altbauten mit beengten Raumverhältnissen ermöglicht VIP Dämmung ohne sichtbare Fassadenveränderung. Bei Innendämmung minimiert die geringe Dicke den Wohnflächenverlust dramatisch. Auf Terrassen ohne Aufbaureserve bietet VIP oft die einzige technisch sinnvolle Lösung. Die höchsten Kosten pro Quadratmeter relativieren sich, wenn Sie die Kosten pro gewonnenem Quadratmeter Wohnfläche betrachten. Mehr dazu im Abschnitt Amortisation.
Kosten nach Methode: Fassade, Dach, Keller
WDVS (Wärmedämmverbundsystem) an der Fassade
Das WDVS ist die häufigste Methode für Fassadendämmung im Altbau, weil es Dämmung und neue Fassadenoberfläche in einem Arbeitsgang kombiniert. Dämmplatten werden außen auf die bestehende Wand geklebt und zusätzlich gedübelt. Anschließend folgen Armierungsgewebe, Grundierung und Oberputz in Wunschfarbe. Die Gesamtkosten liegen bei 120 bis 180 EUR/m² inklusive Material, Gerüst, aller Arbeiten und neuem Putz.
Bei einem typischen Einfamilienhaus mit 150 m² Fassadenfläche entstehen Kosten von rund 21.000 EUR bei durchschnittlichen Preisen von 140 EUR/m². Nach Abzug der BAFA-Förderung von 20 Prozent bleiben etwa 16.800 EUR Eigenanteil. Ein häufig unterschätzter Kostenfaktor ist das Gerüst mit 2.000 bis 3.500 EUR allein für Aufbau, Miete und Abbau. Die jährliche Heizkostenersparnis von 800 bis 1.200 EUR führt zu einer Amortisationszeit von 14 bis 21 Jahren.
Innendämmung
Innendämmung kostet zwischen 80 und 160 EUR/m² ohne Gerüst, ist also günstiger als WDVS in der Ausführung. Allerdings reduziert sich die Wohnfläche um 5 bis 10 cm pro gedämmter Wand, abhängig vom gewählten Material. Bei einem 30 m² großen Raum mit drei Außenwänden gehen schnell 1,5 bis 2 m² nutzbare Fläche verloren. Zusätzlich erfordert Innendämmung sorgfältige Planung der Dampfbremse, da Tauwasser im Wandaufbau Schimmel verursachen kann.
Wann macht Innendämmung trotzdem Sinn? Bei denkmalgeschützten Fassaden, die nicht verändert werden dürfen. Bei Grenzbebauung, wenn Sie außen nicht dämmen dürfen. Oder wenn Sie nur einzelne Räume dämmen möchten. Hier spielt Vakuumdämmung ihre Stärke aus: Mit nur 3 cm Dicke minimiert sie den Flächenverlust dramatisch und vereinfacht die Dampfbremse, weil weniger Temperaturdifferenz im Bauteil entsteht.
Kerndämmung (Einblasen in zweischalige Wände)
Die Kerndämmung für zweischalige Wände ist mit 40 bis 65 EUR/m² die preiswerteste Fassadendämmung überhaupt. Ein Fachbetrieb bohrt in regelmäßigen Abständen Löcher in die Außenwand und bläst den Hohlraum vollflächig mit Dämmstoff aus. Die Löcher werden anschließend wieder vermauert. Der gesamte Vorgang dauert für ein Einfamilienhaus oft nur einen Tag, bei 120 m² Fassade entstehen Kosten von nur 4.800 bis 7.800 EUR.
Der größte Vorteil liegt im minimalen Aufwand. Sie benötigen kein Gerüst, keine neue Fassade und keine wochenlangen Handwerkerarbeiten. Die Dämmwirkung erreicht zwar nicht ganz das Niveau eines WDVS, senkt die Heizkosten aber trotzdem um 25 bis 35 Prozent. Wenn Ihr Haus zweischaliges Mauerwerk hat – typisch für Baujahre 1950 bis 1980 – sollten Sie diese Option zuerst prüfen.
Dachdämmung: Aufsparren vs. Dachboden
Die Aufsparrendämmung gehört mit 180 bis 250 EUR/m² zu den teuersten Dämmverfahren, weil das komplette Dach abgedeckt werden muss. Die Dämmplatten werden direkt auf die Sparren gelegt, anschließend folgen Konterlattung, Lattung und neue Dachziegel. Bei einer typischen Dachfläche von 120 m² entstehen Kosten zwischen 21.600 und 30.000 EUR.
Warum ist diese Methode trotzdem beliebt? Die Dämmung liegt außerhalb der Sparren und ermöglicht durchgehende Dämmschichten ohne Wärmebrücken. Der Dachraum bleibt vollständig nutzbar, weil keine Dicke nach innen verloren geht. Wenn Sie ohnehin das Dach neu decken müssen, amortisieren sich die Mehrkosten für die Aufsparrendämmung innerhalb von 10 bis 15 Jahren.
Die Dachbodendämmung ist mit 25 bis 50 EUR/m² die günstigste Dachdämmung für nicht ausgebaute Böden. Dämmplatten oder Einblasdämmung werden einfach auf der obersten Geschossdecke verlegt. Bei 80 m² Dachbodenfläche zahlen Sie zwischen 2.000 und 4.000 EUR. Die Heizkosten sinken um etwa 15 bis 20 Prozent, weil warme Luft nicht mehr ungehindert nach oben entweicht. Die Amortisation liegt bei nur 3 bis 6 Jahren – die beste Rendite aller Dämmmaßnahmen.
Kellerdeckendämmung
Kellerdeckendämmung kostet 30 bis 60 EUR/m² und wird von unten an die Kellerdecke geklebt oder gedübelt. Die Methode ist einfach, schnell und benötigt keine behördliche Genehmigung. Für 100 m² Kellerfläche entstehen Kosten von 3.000 bis 6.000 EUR. Die warmen Füße im Erdgeschoss spüren Sie sofort, die Heizkosten sinken um 5 bis 10 Prozent.
Der einzige Nachteil: Die Raumhöhe im Keller reduziert sich um 8 bis 12 cm je nach gewähltem Dämmmaterial. Bei ohnehin niedrigen Kellern kann das problematisch werden. Auch hier bietet Vakuumdämmung eine Alternative mit nur 3 bis 4 cm Aufbauhöhe, allerdings zu deutlich höheren Kosten von 120 bis 180 EUR/m². In unserem separaten Ratgeber geben wir Ihnen zu Kosten einer Kellerdämmung einen detaillierten Überblick.
Kostenfaktoren: Was beeinflusst den Preis wirklich?
Die Fassadenfläche bestimmt die Gesamtkosten, aber größere Häuser profitieren von Skaleneffekten. Gerüst, Anfahrt und Baustelleneinrichtung verteilen sich auf mehr Quadratmeter. Ein Reihenhaus mit 80 m² kostet oft 150 EUR/m², während ein großes Einfamilienhaus mit 200 m² nur 130 EUR/m² kostet. Komplexe Formen mit vielen Ecken, Erkern oder Gauben treiben die Kosten um 20 bis 30 Prozent nach oben. Eine detaillierte Kostenaufstellung zur Fassadendämmung stellen wir in unserem separaten Rageber zur Verfügung.
Regionale Preisunterschiede sind erheblich. Ländliche Gebiete verlangen 45 bis 55 EUR pro Handwerkerstunde, Ballungsräume wie München 65 bis 75 EUR. Bei 150 m² Fassade und 120 Arbeitsstunden macht das 2.400 EUR Unterschied. Eigenleistung bei Vorarbeiten senkt Kosten, aber die eigentliche Dämmung sollte der Fachbetrieb ausführen.
Der GEG-Standard fordert U-Werte von maximal 0,24 W/(m²K) für Außenwände. Das erreichen Sie mit 14 cm EPS, 16 cm Holzfaser oder 3 cm Vakuumdämmung. KfW-Standards benötigen dickere Schichten, bringen aber sinkende Grenznutzen. Die optimale Dämmstärke liegt meist zwischen GEG-Minimum und KfW-40.
Fensterlaibungen, Rollladenkästen und Fensterbänke verursachen 150 bis 300 EUR Zusatzkosten pro Fenster. Bei 15 Fenstern entstehen 2.250 bis 4.500 EUR extra. Sockelschienen, Tropfkanten und Eckprofile werden in Pauschalangeboten oft vergessen. Seriöse Angebote listen alle Positionen einzeln auf.
Amortisation & ROI: Wann zahlt sich die Dämmung aus?
Die klassische Rechnung teilt Investitionskosten durch jährliche Heizkostenersparnis. Bei 15.000 EUR (nach Förderung) und 1.000 EUR Ersparnis beträgt die Amortisationszeit 15 Jahre. Diese Rechnung ignoriert jedoch den Wertzuwachs der Immobilie. Energetisch sanierte Häuser erzielen 5 bis 10 Prozent höhere Verkaufspreise – bei 400.000 EUR Verkehrswert entspricht das 20.000 bis 40.000 EUR Mehrwert.
Sie benötigen Unterstützung bei der Kalkulation Ihres Dämmvorhabens? MEUVO steht Ihnen für Beratung und Planung gerne zur Verfügung. Senden Sie Ihre Anfrage direkt über unser Kontaktformular und vereinbaren Sie einen Beratungstermin.
Bei Innendämmung lohnt eine alternative Betrachtung: Kosten pro gewonnenem Quadratmeter Wohnfläche. Eine 3 cm Vakuumdämmung kostet 150 EUR/m², spart aber 11 cm gegenüber EPS. Bei 30 m² Wandfläche gewinnen Sie etwa 1 m² nutzbare Fläche. Diese Fläche ist in Ballungsräumen 3.000 bis 5.000 EUR/m² wert. Der VIP-Mehrpreis von 3.000 EUR wird durch den Flächengewinn kompensiert – Vakuumdämmung steigert den Immobilienwert stärker als günstigere Alternativen.
Die BAFA-Förderung übernimmt bis zu 20 Prozent der Kosten, bei Effizienzhäusern sogar 45 Prozent. Aus 20.000 EUR werden 16.000 EUR. Die Amortisationszeit sinkt von 15-20 Jahren auf 10-14 Jahre, die Rendite steigt von 5-6 Prozent auf 7-9 Prozent. Ohne Förderung zu dämmen verschenkt Geld.
Dämmung hält 40 bis 50 Jahre. Bei 1.000 EUR jährlicher Ersparnis und 2 Prozent Energiepreissteigerung summieren sich 60.000 bis 80.000 EUR über die Lebensdauer. Ein ungedämmtes Schnäppchen kann über 20 Jahre teurer werden als ein gut gedämmtes Haus mit höherem Kaufpreis.
Förderung: So reduzieren Sie die Kosten
Die BAFA fördert Dämmmaßnahmen mit 15 Prozent Grundförderung, mit individuellem Sanierungsfahrplan 20 Prozent. Bei 20.000 EUR Fassadendämmung erhalten Sie 4.000 EUR Zuschuss. Wichtig: Antrag VOR Maßnahmenbeginn stellen. Förderfähig sind nur Arbeiten mit Energieberater-Planung und Fachbetrieb-Ausführung bei U-Wert maximal 0,20 W/m²K.
Die KfW vergibt für Effizienzhäuser zinsverbilligte Kredite bis 150.000 EUR mit 20 bis 45 Prozent Tilgungszuschuss. Das lohnt bei umfassenden Sanierungen mit mehreren Gewerken. Der Nachteil: Das gesamte Haus muss auf KfW-Standard gebracht werden.
Auf unserer Förderungsseite stellen wir Ihnen alle Zuschüsse und Kredite auf einen Blick zur Verfügung. Viele Bundesländer bieten Zusatzförderung. Bayern hat das 10.000-Häuser-Programm, Baden-Württemberg fördert Holzfaserdämmung. Diese Programme sind oft mit BAFA kombinierbar und erhöhen die Quote auf 25 bis 30 Prozent.
Häufige Fragen zu Dämmung Kosten
Was kostet 100 qm Fassadendämmung?
Für 100 m² Fassadendämmung mit WDVS zahlen Sie zwischen 12.000 und 18.000 EUR inklusive Material, Gerüst, Einbau und Putz. Mit EPS-Dämmung liegen Sie am unteren Ende (12.000-14.000 EUR), mit Holzfaser oder Mineralwolle am oberen Ende (15.000-18.000 EUR). Nach Abzug der BAFA-Förderung von 20 Prozent bleiben etwa 9.600 bis 14.400 EUR Eigenanteil.
Wie viel kostet es, ein Haus komplett zu dämmen?
Ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 150 m² Fassade, 120 m² Dach und 100 m² Kellerdecke kostet komplett gedämmt zwischen 35.000 und 55.000 EUR. Die genauen Kosten hängen von der gewählten Methode ab: Mit Einblasdämmung, Dachbodendämmung und Kellerdeckendämmung erreichen Sie das untere Ende der Spanne. Mit WDVS, Aufsparrendämmung und hochwertigen Materialien bewegen Sie sich Richtung 55.000 EUR. Nach Förderung reduziert sich der Eigenanteil auf etwa 28.000 bis 44.000 EUR.
Was ist die günstigste Art zu dämmen?
Die günstigste Dämmung ist die Dachbodendämmung mit 25 bis 50 EUR/m² bei nicht ausgebauten Dachböden. An zweiter Stelle folgt die Kellerdeckendämmung mit 30 bis 60 EUR/m². Für Fassaden ist Kerndämmung mit 40 bis 65 EUR/m² die preiswerteste Option, funktioniert aber nur bei zweischaligem Mauerwerk. Diese Maßnahmen amortisieren sich innerhalb von 3 bis 8 Jahren und bieten die beste Rendite.
Wie viel Sinn macht eine Außendämmung wirklich?
Außendämmung macht aus energetischer und wirtschaftlicher Sicht sehr viel Sinn, weil sie Wärmebrücken vermeidet und die Bausubstanz schützt. Die Heizkosten sinken um 40 bis 60 Prozent, der Wohnkomfort steigt durch gleichmäßigere Wandtemperaturen. Bei Altbauten mit ungedämmten Außenwänden ist die Außendämmung oft die effektivste Einzelmaßnahme. Die Amortisationszeit liegt mit Förderung bei 10 bis 14 Jahren, danach sparen Sie Jahr für Jahr bares Geld.
Was bringt 10 cm Fassadendämmung?
10 cm Fassadendämmung mit EPS (Lambda 0,035) erreicht einen U-Wert von etwa 0,30 W/(m²K). Das liegt knapp über dem GEG-Mindeststandard von 0,24 W/(m²K), reduziert die Wärmeverluste aber trotzdem um etwa 70 Prozent gegenüber einer ungedämmten Altbauwand. Bei einem typischen Einfamilienhaus sinken die Heizkosten um 600 bis 900 EUR pro Jahr. Für maximale Förderung sollten Sie jedoch mindestens auf den GEG-Standard dämmen, der 14 bis 16 cm EPS erfordert.
Wie viel Förderung gibt es für Fassadendämmung?
Die BAFA fördert Fassadendämmung mit 15 Prozent Grundförderung, mit individuellem Sanierungsfahrplan 20 Prozent der förderfähigen Kosten. Bei 20.000 EUR Investition erhalten Sie 4.000 EUR Zuschuss. Zusätzlich können regionale Förderprogramme die Quote auf 25 bis 30 Prozent erhöhen. Voraussetzung ist, dass der U-Wert nach Dämmung maximal 0,20 W/(m²K) beträgt und ein Energieberater die Maßnahme plant. Den Antrag müssen Sie vor Auftragsvergabe stellen.
Ist es möglich, ein Haus nachträglich zu dämmen?
Ja, nahezu jedes Haus lässt sich nachträglich dämmen. Die häufigste Methode ist das WDVS für die Fassade, kombiniert mit Dachboden- oder Aufsparrendämmung und Kellerdeckendämmung. Bei Denkmalschutz oder Grenzbebauung kommt Innendämmung infrage. Zweischalige Wände können mit Einblasdämmung nachgerüstet werden. Die Technik ist ausgereift, Fachbetriebe haben jahrzehntelange Erfahrung. Wichtig ist eine sorgfältige Planung durch einen Energieberater, um Wärmebrücken und Feuchteschäden zu vermeiden.
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