Dämmstoffe-vergleich.de
Menü

Kellerdeckendämmung Materialien: Klemmfilz, Steinwolle & Dämmplatten im Vergleich

Die Kellerdecke zu dämmen senkt die Heizkosten um bis zu 10 Prozent, weil weniger Wärme nach unten verloren geht. Im Vergleich zu Dach oder Wand ist d...

Beratung anfragen

Kellerdeckendämmung Materialien: Klemmfilz, Steinwolle & Dämmplatten im Vergleich

Die Kellerdecke zu dämmen senkt die Heizkosten um bis zu 10 Prozent, weil weniger Wärme nach unten verloren geht. Im Vergleich zu Dach oder Wand ist die Kellerdeckendämmung der günstigste Schritt zur besseren Energieeffizienz im Haus. Die Wahl des Dämmstoffs entscheidet über Dämmwert, Brandschutz und Preise. Klemmfilz, EPS-Dämmplatten oder Holzfaser – jeder Baustoff hat seine Stärken. Diese Seite vergleicht die gängigsten Materialien und zeigt, welches am besten zu Ihrer Situation passt. Einen detaillierten Überblick zu den Methoden und Kosten für Kellerdämmung erhalten Sie in unserem separaten Ratgeber.


Materialien im Überblick

Die Auswahl des Dämmstoffs hängt von Deckenhöhe, U-Wert-Ziel und Brandschutzanforderungen ab. Der erste Schritt ist deshalb ein Blick auf die Preise, Eigenschaften und Einsatzbereiche der gängigen Baustoffe. Die folgende Tabelle vergleicht die wichtigsten Materialien nach Lambda-Wert, Dicke und Kosten.

Vergleichstabelle

DämmstoffLambda (W/mK)Dicke (cm)*Kosten/m² (EUR)BrandschutzGeeignet für
Klemmfilz (Mineralwolle)0,035-0,04012-148-15A1/A2 (nicht brennbar)Unebene Decken, Gewölbekeller, schnelle Montage
Steinwolle-Dämmplatten0,035-0,03812-1412-20A1 (nicht brennbar)Feuchträume, hohe Brandschutzanforderungen
Glaswolle-Platten0,032-0,04011-1410-18A2 (schwer entflammbar)Standard-Kellerdecke, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
EPS (Styropor)0,032-0,03811-1315-25B1/B2 (normal entflammbar)Trockene Bereiche, glatte Betondecken
XPS (Extrudiert)0,032-0,03611-1325-35B1 (schwer entflammbar)Feuchte Keller, Perimeterdämmung
Holzfaser0,038-0,04513-1620-35B2 (normal entflammbar)Ökologische Sanierung, Altbauten
PUR/PIR0,023-0,0288-1030-45B2 (normal entflammbar)Niedrige Deckenhöhe, Raumgewinn wichtig
Vakuumdämmung (VIP)0,004-0,0073-480-150B2 (normal entflammbar)Extrem begrenzte Deckenhöhe, denkmalgeschützte Gewölbe
*Dicke bei U-Wert 0,24 W/(m²K) — GEG-Standard für Kellerdeckendämmung

Klemmfilz: Der Praxisfavorit für unebene Decken

Klemmfilz aus Mineralwolle ist das am häufigsten eingesetzte Material für die Kellerdeckendämmung, weil er sich ohne Klebstoff zwischen Deckenbalken verklemmen lässt. Das spart Zeit und funktioniert selbst bei unebenen Altbaudecken. Die Wärmeleitgruppe liegt bei WLG 035 bis 040, ausreichend für GEG-Anforderungen. Die Vorteile: hervorragender Brandschutz (Klasse A1 oder A2), das Material brennt nicht und gibt keine giftigen Gase ab.

Die Montage gelingt in wenigen Schritten: Klemmfilz zuschneiden, zwischen die Balken drücken, fertig. Der Klemmfilz ist leicht überdimensioniert, sodass er durch seine Eigenspannung hält. Bei Balkenabständen über 60 cm sollten Sie als zusätzlichen Schritt eine Lattung anbringen. Der Vorteil: Sie benötigen keine Grundierung der Kellerdecke. Die Mineralwolle ist diffusionsoffen und lässt Feuchtigkeit durch, ohne dass die Dämmwirkung leidet.

Die Kosten liegen bei 8-15 EUR pro m² Material plus 15-25 EUR Montage. Eine 100 m² Kellerdeckendämmung kostet 2.300 bis 4.000 EUR komplett, bei Eigenleistung nur 800 bis 1.500 EUR. Bei WLG 035 erreichen Sie mit 12 cm Dicke den geforderten U-Wert 0,24 W/(m²K).

Unser Tipp: Bei unebenen Decken oder Zwischenräumen zwischen Balken ist Klemmfilz die erste Wahl. Die Verarbeitung gelingt auch Heimwerkern ohne spezielle Werkzeuge.


Dämmplatten aus Steinwolle: Robustheit für Feuchträume

Steinwolle-Dämmplatten sind die stabilere Mineralwolle-Variante für feuchte Keller. Das Material ist diffusionsoffen und lässt Wasserdampf durch, ohne den Dämmwert zu mindern. Lambda liegt bei 0,035 bis 0,038 W/mK – Hersteller wie Rockwool bieten Steinwolle-Dämmplatten und Dämmmatten in verschiedenen Wärmeleitgruppen an. Die Vorteile: höhere Rohdichte und Druckfestigkeit als Glaswolle, dazu am besten geeignet für feuchte Räume. Die Platten bleiben formstabil bei Belastung und eignen sich für verputzte Oberflächen. Brandschutz Klasse A1 erfüllt höchste Anforderungen.

Die höhere Dichte (80-150 kg/m³) macht Steinwolle-Dämmplatten unempfindlich gegen mechanische Belastung. Bei Kellern mit hoher Luftfeuchtigkeit reguliert das Material die Feuchtigkeit aktiv – es nimmt Wasserdampf auf und gibt ihn zeitversetzt wieder ab. Das verhindert Kondensation an der Kellerdecke. Im Gegensatz zu geschlossenzelliger Dämmung bleibt die Dampfdiffusion erhalten, wodurch die Bausubstanz atmen kann.

Die Montage erfolgt geklebt oder gedübelt. Bei unebenen Decken gleichen Sie Unebenheiten mit Ausgleichsmörtel aus. Für 100 m² kalkulieren Sie 1.200 bis 2.000 EUR Material plus 1.500 bis 2.500 EUR Einbau.


Dämmplatten aus Glaswolle: Das Allround-Talent

Glaswolle-Dämmplatten sind die günstigere Alternative für trockene bis normal feuchte Keller und bieten die besten Vorteile beim Preis-Leistungs-Verhältnis. Mit Lambda 0,032 bis 0,040 W/mK erreichen Sie bei 11-14 cm Dicke den geforderten U-Wert. Brandschutz-Klasse A2 ist sehr gut. Die Preise liegen bei 10-18 EUR pro m², weniger als andere Dämmplatten. Die Verarbeitung ist identisch – Platten werden geklebt oder geklemmt. Bei WLG 035 reichen 12 cm für GEG-Standard.

Glaswolle-Dämmplatten eignen sich für die meisten Standard-Kellerdecken in Neubauten und modernen Bestandsgebäuden. Das Material ist leichter als Steinwolle (15-80 kg/m³), was die Montage Schritt für Schritt auch für Heimwerker machbar macht. Die Dämmwirkung entspricht Steinwolle, nur die mechanische Belastbarkeit ist etwas geringer. Für Kellerdecken ohne besondere Anforderungen reicht das völlig aus. In unserem separaten Ratgeber haben wie für Sie die Eigenschaften von Mineralwolle als Dämmstoff im Vergleich detailliert dargestellt.

Unser Tipp: Bei trockener Kellerdecke bietet Glaswolle das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Bei Feuchteproblemen greifen Sie zu Steinwolle oder XPS.


EPS und XPS: Dämmplatten aus Polystyrol

EPS (Styropor) sind leichte, preisgünstige Dämmplatten für glatte Betondecken. Lambda 0,032 bis 0,038 W/mK, Dicke 11-13 cm für U-Wert 0,24. Brandschutz B1/B2 ist schlechter als Mineralwolle, aber für Kellerdecken ausreichend. Die Montage erfolgt geklebt mit speziellem Dämmstoffkleber oder mechanisch verdübelt. Die glatte Oberfläche ergibt eine saubere Optik, die sich streichen oder verputzen lässt. EPS eignet sich für trockene Keller ohne besonderen Bedarf an Feuchtebeständigkeit. Wann sich Styropor als Dämmstoff innen am besten eignet und wie viel die Dämmplatten tatsächlich kosten, erfahren Sie in unserem separaten Ratgeber.

XPS ist die hochwertigere Polystyrol-Variante: geschlossenzellig, wasserfest, druckfester. Die blauen oder grünen Dämmplatten sind extrudiert statt expandiert. Wasser kann nicht eindringen – ideal für feuchte Bereiche und Perimeterdämmung. Lambda liegt bei 0,032-0,036 W/mK, Kosten bei 25-35 EUR pro m² Material – deutlich mehr als EPS.

Wann welches Material? EPS für trockene Standardkeller mit glatten Decken. XPS wenn Feuchtigkeit ein Thema ist. Für 100 m² Kellerdeckendämmung kalkulieren Sie 1.500 bis 2.500 EUR für EPS komplett, für XPS 3.500 bis 5.000 EUR. Der Nachteil beider Materialien: Bei Brand entstehen giftige Gase. In bewohnten Bereichen direkt über dem Keller ist Mineralwolle die sicherere Wahl.


Holzfaser und Hanf: Ökologisch dämmen

Holzfaser ist die erste Wahl für ökologische Sanierung der Kellerdecke. Das Dämmmaterial besteht aus recycelten Holzfasern, ist diffusionsoffen und reguliert Feuchtigkeit natürlich. Lambda liegt bei 0,038 bis 0,045 W/mK, weshalb 13-16 cm Dicke nötig sind. Die Vorteile: gute Wärmespeicherung und angenehmes Raumklima. Brandschutz B2 ist für Kellerdecken akzeptabel.

Die hohe Rohdichte (160-270 kg/m³) verzögert den Temperaturausgleich und verbessert die Wärme- und Schalldämmung spürbar – wichtig wenn der Keller als Hobbyraum genutzt wird. Die Dämmplatten sind mechanisch belastbar und können verputzt werden. Als nachwachsender Rohstoff punktet Holzfaser bei der Ökobilanz.

Hanf ist eine weitere ökologische Alternative. Hanf-Dämmmatten erreichen Lambda-Werte von 0,039 bis 0,045 W/mK und lassen sich ähnlich wie Klemmfilz zwischen Balken klemmen. Die Preise liegen bei 15-30 EUR pro m² und damit unter Holzfaser-Dämmplatten. Hanf ist von Natur aus schimmelresistent und benötigt keine chemischen Zusätze – ein Vorteil in feuchteren Kellern. Allerdings ist der Brandschutz mit Klasse B2 identisch zu Holzfaser, weshalb beide Dämmmaterialien nicht für Bereiche mit erhöhten Brandschutzanforderungen geeignet sind.

Die Preise für Holzfaser: 20-35 EUR pro m² Material plus 20-30 EUR Einbau. Eine 100 m² Kellerdeckendämmung kostet 4.000 bis 6.500 EUR komplett.

Unser Tipp: Wenn Nachhaltigkeit wichtiger ist als minimale Kosten, sind Holzfaser-Dämmplatten oder Hanf-Dämmmatten die richtige Wahl. In sehr feuchten Kellern sind mineralische Dämmplatten langfristig robuster.


PUR und PIR: Dünne Hochleistungs-Dämmplatten

PUR und PIR sind Hochleistungs-Dämmstoffe mit Lambda 0,023 bis 0,028 W/mK. Das ermöglicht dünnere Dämmschichten: 8-10 cm reichen für U-Wert 0,24 W/(m²K), während Mineralwolle 12-14 cm benötigt. Dies ist bei Dämmung niedriger Kellerdecken ein entscheidender Vorteil. Die Dämmplatten sind druckfest, feuchteresistent und gut verarbeitbar. Brandschutz B2 ist für Kellerdeckendämmung ausreichend.

Die Montage erfolgt geklebt oder geschraubt. PUR/PIR-Dämmplatten haben oft eine Nut-Feder-Verbindung, wodurch Wärmebrücken minimiert werden. Die geschlossenzellige Struktur macht das Material unempfindlich gegen Feuchtigkeit – es nimmt praktisch kein Wasser auf. Die Dämmplatten sparen gegenüber Mineralwolle 4-6 cm Raumhöhe.

Die Preise: 30-45 EUR pro m² Material plus 20-30 EUR Montage. Für 100 m² investieren Sie 5.000 bis 7.500 EUR komplett. Das lohnt sich, wenn jeder Zentimeter Raumhöhe zählt – etwa bei geplanter Nutzung als Hobbyraum oder wenn die Kellerdecke unter 2,30 m liegt. Beim Schallschutz schneiden PUR/PIR-Platten allerdings schlechter ab als Mineralwolle, weil die geringe Masse weniger Trittschall absorbiert.

Unser Tipp: Bei Kellerdecken unter 2,30 m sind PUR/PIR-Dämmplatten die erste Wahl. Bei normalen Deckenhöhen über 2,40 m ist der Mehrpreis gegenüber Mineralwolle schwer zu rechtfertigen.


Vakuumdämmung: Die dünnste Lösung

Vakuumdämmplatten (VIP) sind mit Lambda 0,004 bis 0,007 W/mK die effektivsten Dämmstoffe am Markt. Eine 3-4 cm VIP-Schicht entspricht 12-14 cm Mineralwolle. Die Montage erfordert Fachkenntnisse, da die Platten nicht geschnitten werden dürfen – jeder Schnitt zerstört das Vakuum. Die Kosten liegen bei 80-150 EUR pro m² Material plus 40-60 EUR spezialisierte Montage. Für welche Einsatzgebiete Vakuumdämmung die beste Wahl ist, erklären wir detailliert in unserem separaten Ratgeber.

Für 100 m² bedeutet das 12.000 bis 21.000 EUR Gesamtkosten – drei- bis fünfmal teurer als Standarddämmung. VIP lohnt sich nur bei extrem begrenzter Deckenhöhe oder wenn andere Dämmstoffe baulich nicht einsetzbar sind. Brandschutz B2 ist ausreichend für Kellerdeckendämmung.


Welches Dämmmaterial für welche Situation?

Das richtige Dämmmaterial hängt vor allem von drei Faktoren ab: Feuchtigkeit im Keller, verfügbare Deckenhöhe und Budget. Wer diese drei Punkte klärt, grenzt die Auswahl schnell auf zwei bis drei Baustoffe ein.

Sie sind sich unsicher, welcher Dämmstoff der richtige für Ihr Haus ist? MEUVO steht Ihnen hierzu gern als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung. Nutzen Sie unser Kontaktformular für Ihr Anfrage und verienbaren Sie einen kostenlosen Beratungstermin.

Feuchtigkeit ist im Keller der entscheidende Faktor, weil viele Dämmstoffe bei dauerhafter Nässe ihre Dämmwirkung verlieren. Ist der Keller trocken, stehen Ihnen alle Materialien offen – Klemmfilz, Glaswolle-Dämmplatten oder EPS liefern die besten Preise bei solider Leistung. Steigt jedoch die Luftfeuchtigkeit regelmässig über 70 Prozent oder zeigen sich feuchte Stellen an der Kellerdecke, sind diffusionsoffene Baustoffe wie Steinwolle die richtige Wahl. Bei Kellern mit direktem Erdkontakt oder stehendem Wasser kommt nur XPS infrage, da die geschlossenzellige Struktur kein Wasser aufnimmt. Welches Material passt also zu Ihrem Keller?

Die Deckenhöhe bestimmt den Bedarf an Hochleistungsdämmstoffen. Mineralwolle benötigt 12-14 cm für den GEG-Standard, PUR/PIR nur 8-10 cm und Vakuumdämmung lediglich 3-4 cm. Bei Kellerdecken unter 2,30 m lohnt sich der Mehrpreis von PUR/PIR, weil Sie den Keller als Hobbyraum oder Wohnbereich nutzbar halten. Bei Standardhöhen über 2,40 m ist Mineralwolle die bessere Wahl, da die Preise deutlich niedriger liegen.

Auch die Optik der fertigen Kellerdecke spielt eine Rolle. Klemmfilz zwischen Holzbalken ergibt eine rustikale Optik, die in Altbauten gut passt. Dämmplatten lassen sich dagegen verputzen oder streichen – ein Vorteil, wenn der Keller als Wohnraum genutzt wird und der Wohnkomfort zählt. Wer die Kellerdeckendämmung später sichtbar lässt, sollte deshalb die Oberflächengestaltung von Anfang an einplanen.

Die Energieeffizienz unterscheidet sich zwischen den Materialien weniger als oft angenommen, da alle gängigen Baustoffe den GEG-Standard erreichen. Den grössten Einfluss auf die tatsächliche Energieeffizienz hat die Vermeidung von Wärmebrücken bei der Montage. Deshalb bringt eine sorgfältige Verarbeitung mehr als der Griff zum teuersten Dämmmaterial. Zudem fördert die KfW Bank die Kellerdeckendämmung mit günstigen Krediten (Programm 261/262) oder Tilgungszuschüssen, wenn ein Energieberater die Massnahme begleitet. Diese Förderung senkt die effektiven Preise um 15-25 Prozent.

Für die meisten Hausbesitzer ist Klemmfilz oder Glaswolle die beste Entscheidung – bewährte Baustoffe mit gutem Brandschutz und vertretbaren Preisen. Bei Feuchteproblemen greifen Sie zu Steinwolle oder XPS, bei niedriger Deckenhöhe zu PUR/PIR.


Häufige Fragen

Wie dämme ich meine Kellerdecke am besten?

Am besten gehen Sie in drei Schritten vor: Zuerst klären Sie, ob Ihr Keller trocken oder feucht ist – das bestimmt die Materialauswahl. Im zweiten Schritt messen Sie die Deckenhöhe, um den Bedarf an dünnen Hochleistungsdämmstoffen einzuschätzen. Dann wählen Sie den Dämmstoff und die Befestigungsmethode. Bei Balkendecken ist Klemmfilz am besten geeignet, bei glatten Betondecken funktionieren geklebte Dämmplatten am besten. Die Kellerdeckendämmung von unten ist die einfachste Variante und lässt sich bei Eigenleistung an einem Wochenende umsetzen. Wie Sie die Kellderdecke Schritt für Schritt dämmen, erklären wir in unserem separaten Ratgeber.

Welches Material für Kellerdecke dämmen?

Klemmfilz aus Mineralwolle ist für die meisten Kellerdecken die beste Wahl, weil er sich einfach verarbeiten lässt und bei unebenen Decken funktioniert. Die Kellerdeckendämmung mit Klemmfilz kostet 2.300-4.000 EUR für 100 m² komplett. Bei glatten Betondecken sind Glaswolle-Dämmplatten eine günstige Alternative mit identischer Dämmwirkung. Steinwolle wählen Sie für feuchte Keller oder hohe Brandschutzanforderungen – das Material ist diffusionsoffen und reguliert Feuchtigkeit aktiv. PUR/PIR-Dämmplatten kommen bei niedriger Deckenhöhe unter 2,30 m infrage, weil sie 4-6 cm Raumhöhe sparen. VIP ist nur bei extrem begrenzter Deckenhöhe sinnvoll.

Welche Dämmstärke Kellerdecke?

Für GEG-Standard (U-Wert 0,24 W/(m²K)) benötigen Sie je nach Dämmstoff unterschiedliche Dicken: Mineralwolle WLG 035 etwa 12 cm, Mineralwolle WLG 040 etwa 14 cm, PUR/PIR etwa 8-10 cm, VIP nur 3-4 cm. Mehr Dicke verbessert die Dämmwirkung – 16 cm Mineralwolle erreichen U-Wert 0,18 W/(m²K), was die Heizkosten um weitere 2-3 Prozent senkt. Begrenzt wird die Dicke durch die verfügbare Deckenhöhe. Bei Kellerdecken unter 2,20 m sollten Sie dünnere Hochleistungsdämmstoffe wie PUR/PIR wählen, um Raumhöhe zu erhalten. Bei Standardhöhen über 2,40 m können Sie dickere Mineralwolle-Dämmplatten einsetzen.

Welche Nachteile hat es, die Kellerdecke zu dämmen?

Der Hauptnachteil ist Raumhöhenverlust: 12-14 cm Dämmung mit Mineralwolle reduzieren die nutzbare Kellerhöhe. Bei niedrigen Kellerdecken unter 2,20 m kann das problematisch werden. Der Keller selbst wird kälter, weil keine Wärme mehr von oben kommt – für unbeheizte Lagerkeller meist kein Problem, bei Hobbyräumen sollten Sie eine separate Heizung einplanen. Die Investitionskosten liegen bei 40-70 EUR pro m² komplett, amortisieren sich aber durch niedrigere Heizkosten in 8-12 Jahren – schneller als eine Dachdämmung oder Fassadendämmung. Bei Eigenleistung reduzieren sich die Kosten auf 15-30 EUR pro m² Material. Ein weiterer Nachteil: Leitungen und Kabel an der Kellerdecke müssen vor der Dämmung verlegt oder umgelegt werden.

Ist Klemmfilz oder Steinwolle besser?

Klemmfilz ist praktischer für unebene Decken mit sichtbaren Balken, weil er sich ohne Kleber zwischen die Balken verklemmen lässt. Die Montage dauert bei 100 m² etwa 1-2 Tage. Steinwolle-Dämmplatten sind mechanisch stabiler und eignen sich für feuchte Bereiche oder wenn Sie die Kellerdecke verputzen möchten. Die höhere Rohdichte macht Steinwolle-Dämmplatten unempfindlicher gegen mechanische Belastung. Beide Materialien haben vergleichbare Lambda-Werte (0,035-0,038 W/mK) und Brandschutz (A1/A2). Der Preisunterschied ist minimal: Klemmfilz kostet 8-15 EUR/m², Steinwolle-Dämmplatten 12-20 EUR/m². Die Wahl hängt von der Deckenkonstruktion ab: Balkendecken → Klemmfilz, glatte Betondecken → Dämmplatten.

Bei welcher Dämmung braucht man keine Dampfsperre?

Bei einer Kellerdeckendämmung von der Unterseite ist in den meisten Fällen keine Dampfsperre nötig, weil die warme Seite oben liegt und Feuchtigkeit nicht in die Dämmschicht wandert. Das gilt für Mineralwolle, Holzfaser und Hanf gleichermassen. Anders sieht es bei einer Innendämmung der Kellerwand aus: Hier liegt der kalte Bereich hinter der Dämmung, weshalb ohne Dampfsperre Kondensat entstehen kann. Diffusionsoffene Dämmstoffe wie Steinwolle oder Holzfaser reduzieren das Risiko, ersetzen die Dampfsperre bei Wanddämmung jedoch nicht vollständig. Lassen Sie im Zweifelsfall einen Energieberater den Taupunkt berechnen – die Beratung wird über die BAFA-Förderung bezuschusst.

Was ist besser, WLG 035 oder WLG 040?

Der Unterschied zwischen Wärmeleitgruppe 035 und 040 liegt in der Dämmleistung pro Zentimeter. WLG 035 dämmt etwa 12 Prozent besser als WLG 040, deshalb erreichen Sie den gleichen Dämmwert mit weniger Dicke: 12 cm statt 14 cm für U-Wert 0,24 W/(m²K). Der Preisaufschlag für WLG 035 beträgt 15-25 Prozent gegenüber WLG 040. Lohnt sich der Aufpreis? Bei normaler Deckenhöhe über 2,40 m sparen die 2 cm Unterschied kaum Platz. Dann ist WLG 040 die wirtschaftlichere Wahl. Bei niedrigen Kellerdecken unter 2,30 m sind die 2 cm dagegen spürbar – hier bringt die bessere Wärmeleitgruppe einen echten Vorteil.

Was bringt 5 cm Innendämmung?

Eine 5 cm Innendämmung an der Kellerwand verbessert den U-Wert je nach Bestandswand von typisch 1,5-2,0 auf etwa 0,5-0,7 W/(m²K). Das senkt die Energiekosten für beheizte Kellerräume um 20-35 Prozent. Allerdings reichen 5 cm nicht für den GEG-Standard von 0,24 W/(m²K), weshalb keine Förderung über die KfW Bank möglich ist. Für unbeheizte Keller ist eine Innendämmung der Wand ohnehin weniger sinnvoll als die Kellerdeckendämmung, weil diese die Wohnräume darüber direkt schützt. Als Dämmmaterial für Kellerwände eignen sich vor allem XPS und Kalziumsilikatplatten, da beide feuchteresistent sind.

Wie viel kostet es, einen Keller innen zu dämmen?

Die Preise für eine Innendämmung im Keller liegen bei 60-120 EUR pro m² Wandfläche komplett, je nach Dämmmaterial und Zustand der Wände. Eine Kellerdeckendämmung ist mit 25-70 EUR pro m² deutlich günstiger und bringt den grösseren Effekt für die Heizkosten im Erdgeschoss. Deshalb empfehlen Energieberater fast immer als ersten Schritt die Kellerdecke zu dämmen und erst danach die Wände. Ein durchschnittlicher Keller mit 80 m² Wandfläche kostet 4.800-9.600 EUR für die Innendämmung der Wände. Die Kellerdeckendämmung derselben Fläche liegt bei 2.000-5.600 EUR – bei besserer Wirkung auf den Wohnkomfort im Erdgeschoss.

Kostenlose Erstberatung — unverbindlich anfragen

Technisch fundierte, herstellerunabhängige Beratung.

Jetzt anfragen